ArchiTour Bern 2026 – Architektur erleben, Stadtentwicklung verstehen

21.08.2026

Die diesjährige ArchiTour von Link Beschlagtechnik führte unsere Architekturpartner am 21. August 2026 nach Bern – eine Stadt, die derzeit wie kaum eine andere zeigt, wie mutige Transformation, sorgfältige Verdichtung und qualitätsvolle Freiraumentwicklung zusammenspielen. Was mit leichtem Regen begann, entwickelte sich rasch zu einem sonnigen Nachmittag voller präziser Beobachtungen, konstruktiver Diskussionen und inspirierender Projekte.

Architektur im Dialog – kuratiert für Fachleute

Unter der Führung von Kristin Müller / architour.ch erkundeten wir eine Reihe von Projekten, die exemplarisch für die aktuelle Berner Baukultur stehen. Bereits im Holliger-Areal wurde deutlich, wie unterschiedlich Architekturbüros auf die Herausforderungen neuer Wohnformen reagieren:

  • Stromboli, Studio DIA – ein kompakter Wohnbau, dessen „Terrasse commune aus gelb gestrichenem Stahl das Haus zusammenfasst“.

  • Here comes the sun, Fritschi Beis + Beyond Space – ein radikal gemeinschaftliches Erschliessungskonzept mit „einem Treppenhaus für 40 Wohnungen und 8 Jokerstudios“.

  • Güterstrasse 8, BHSF – ein präzise durchdachtes Experimentierfeld für alternative Wohnmodelle.

Die anschliessende Besichtigung der Huebergass zeigte, wie stark Freiraum und Erschliessung die soziale Dynamik einer Siedlung prägen.

Im Monbijou-Quartier überzeugte der Brückenkopf durch seine gelungene Transformation eines 1960er-Bürohauses in zeitgemässen Wohnraum – ein Beispiel für nachhaltige Weiterentwicklung des Bestands.

Weitere Höhepunkte waren die Volksschule Marzili, das Bueberseeli Freibad sowie der neue Pavillon des Park-Cafés Kleine Schanze – drei Projekte, die zeigen, wie sensibel und gleichzeitig selbstbewusst in Bern mit historischen Anlagen und öffentlichen Räumen gearbeitet wird.

Fachlicher Austausch in inspirierender Atmosphäre

Wie jedes Jahr bot die Architour eine Plattform für den fachlichen Dialog: konstruktive Diskussionen über Materialität, Erschliessung, Typologien, Transformation und städtebauliche Strategien prägten den Nachmittag. Der Abschluss im Maison Capitol und der gemeinsame Apéro boten Raum für vertiefte Gespräche und neue Verbindungen innerhalb der Architekturszene.

Ein Tag, der zeigt, warum Architektur bewegt

Die Architour 2026 hat erneut bewiesen, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Architekten ist – vor Ort, am Objekt, im Dialog. Trotz des kurzen Regenschauers zu Beginn war die Stimmung durchgehend hervorragend, und die Sonne begleitete uns bis zum Schluss.